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Stahlpreise steigen am Beschaffungsmarkt stark an

06.04.2010 (Nig): Ende März sind die Einjahresverträge der Stahlhersteller für die Abnahme von Eisenerz und Kokskohle abgelaufen. Künftig wird bei der Preisfestsetzung für die Stahlvorprodukte auf vierteljährliche Spotpreise abgestellt. Für die Industrie bedeutet dies das Ende relativ stabiler Verhältnisse - und einen kräftigen Preisschub. Auslöser der Kräfteverschiebung auf dem Markt war wieder einmal China, dessen Nachfrage den Stahlmarkt wesentlich bestimmt, da China wegen der schlechten Qualität der eigenen Erzbergwerke auf Importe angewiesen ist. Die Nachricht hat Stahlproduzenten aufgeschreckt: Die drei Bergbaugiganten BHP Billiton, Vale und Rio Tinto, die gemeinsam rund 70 Prozent des Koks- und Eisenerzmarktes kontrollieren, setzten Ende März in Asien erstmals Dreimonatsverträge statt der langfristigen Jahreskontrakte durch. Dass die Orientierung an einem „Marktpreis“ nicht nur kurzfristig zu einem Preisschub, sondern auch langfristig zu nachhaltig höheren Kosten führt, davon sind Branchenkenner überzeugt.

 

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