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Begriff Definition
AufkohlenDurch vorheriges Eindiffundieren von Kohlenstoff (Aufkohlen) in die Werkstückoberfläche erhöht sich die Oberflächenhärte beim Einsatzhärten bzw. Einsatzvergüten. siehe: Einsatzhärten
 
AushärtenWärmebehandlung bei legierten Stählen und Aluminiumlegierungen unter Ausnutzung der Temperaturabhängigkeit des Lösungsvermögens von Mischkristallen, bestehend in Lösungsglühen, Abschrecken und Halten bei Raumtemperatur (Kaltauslagern) oder bei höheren Temperaturen (Warmauslagern), um die mechanischen Eigenschaften zu verändern. Während der Auslagerung kommt es zu feinverteilten Nitridbindungen innerhalb der Körner, die die Härte steigern.
 
AustenitOberhalb der GSE- Linie im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm findet man Gamma-Mischkristalle. Dieses Austenit ist unter Normalbedingungen nur oberhalb 911°C beständig; durch Legierungszusätze (Ni, Mn) und Abschrecken auch bei Raumtemperatur beständig. Das Austenitgefüge ist nicht magnetisch, zäh und durch Kaltverfestigung härtbar (Mangan-, Nickel-, Chrom-Nickel-Stähle). Es besitzt hohe Warmfestigkeit, gute Korrosions- und Zunderbeständigkeit.
 
AustenitbildungKühlt man flüssiges Eisen langsam ab, so scheiden sich aus der Schmelze Mischkristalle aus, sobald die Schmelztemperatur unterschritten ist. Diese Mischkristalle weisen zunächst ein kubisch raumzentriertes (krz) Gitter auf. Bei weiterer Abkühlung kommt es zu einem Umklappen dieses Kristallgitters, der entstandene Mischkristall ist kubisch flächenzentriert (kfz). Der Existenzbereich dieses so genannten Austenits oder auch Gamma- Mischkristalls liegt etwa zwischen 1.392 und 911°C. Durch Zusätze an Austenitbildnern, wie Ni, Co, Mn, C, N, Cu und Zn kann man den Existenzbereich des Austenits erweitern.
 
Austenitische StähleAustenitische Stähle sind Mangan- oder nickellegierte Stähle. Diese Stähle sind nicht magnetisierbar. Zu ihnen zählen die nichtrostenden Chrom-Nickel-Stähle, die Mn-legierten verschleißfesten sowie die amagnetischen Stähle.
 


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