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Begriff Definition
Einhärtetiefe (Eht)Angabe in mm, wie tief ein Werkstück an der Oberfläche gehärtet ist oder gehärtet werden soll. Siehe: Einsatzhärten
 
EinsatzhärtenEinsatzhärten ist eine Oberflächenhärtung von Stahl mit örtlicher Änderung der chemischen Zusammensetzung. Die Ausführung erfolgt in zwei Stufen, die zeitlich getrennt sein können: Einsetzen, d. h. oberflächliches Aufkohlen kohlenstoffarmen Stahls, und Härten. Die Aufkohlung beruht auf Eindiffundieren und Lösen des Kohlenstoffes bei Temperaturen von ca. 850-950°C: Es stehen feste, flüssige und gasförmige Aufkohlungsmittel zur Verfügung. Für die Großserienfertigung setzt man überwiegend gasförmige Medien ein, z.B. Methan CH4 oder Propan C3H3. Beim nachfolgenden Härten aus ergeben sich Einhärtungstiefen (Einsatztiefe) von 0,3 bis 4 mm. Das Härten nach dem Aufkohlen kann direkt aus dem Einsatz oder durch zweites Erwärmen erfolgen. Das Karbonitrieren ist ein Gaseinsatzhärten, wobei dem Trägergas Propan bzw. Methan noch 3-30% Ammoniakgas (NH3) zugesetzt wird. Danach enthält die Randzone zusätzlich zu 0,6-0,9 % C noch 0,4-2 % N, was die Reibverschleißfestigkeit steigert.
 
EinsatzstähleSind gemäß DIN EN 10277, Teil 4, alle Baustähle mit relativ niedrigem C-Gehalt, die an der Oberfläche aufkohlt, gegebenenfalls aufstickt und anschließend gehärtet werden. Der Kern bleibt weich, die Oberfläche weist eine hohe Härte und guten Verschleißwidertand auf.
 
EinsatztiefeSiehe: Einsatzhärten
 
EinschnürungSiehe: Brucheinschnürung
 
Eisen-Kohlenstoff-DiagrammDas Eisen-Kohlenstoff-Diagramm beschreibt die verschiedenen Gefügezustände von unlegiertem Stahl. Je nach Verhältnis zwischen Eisen- und Kohlenstoffanteil sowie dem Temperaturbereich ergeben sich unterschiedliche Gefügearten: Stahl mit 0,9 % C- Gehalt ist ein ausgeglichenes Gemenge von Ferrit und Eisenkarbid, d.h. es ist mit C gesättigt und bildet deswegen einheitliche Kristalle, die man wegen ihres perlmuttartigen Aussehen Perlit nennt. Stahl mit weniger als 0,9 % C-Gehalt enthält zu wenig C, um ein einheitliches, nur aus Perlitkristallen bestehendes Gefüge bilden zu können. Es bleibt noch Ferrit übrig. Dieses unausgeglichene Gefüge bezeichnet man als Ferrit-Perlit. Stahl mit mehr als 0,9 % C-Gehalt enthält so viel C, dass nach der Bildung von Perlit nach Eisenkarbid ( Zementit ) übrig bleibt. Der Stahl ist mit C übersättigt. Er ist ebenfalls ausgeglichen, sein Gefüge wird als Perlit-Zementit bezeichnet. Unter Temperatureinfluß vollziehen sich Gefügeumwandlungen, es bilden sich unter gewissen Voraussetzungen Austenit und Martensit. Durch die Reduzierung der Abkühlgeschwindigkeit kann man gezielt Gefüge erzielen, die für das Härten und Glühen von Stahl Grundlage sind. Die Curie-Temperatur (Punkt M bzw. 0 für 0,5 %) begrenzt den Ferromagnetismus. Bei 911° C findet der Wechsel zwischen kfz- und krz-Gitter bei Reineisen statt (Punkt G). Punkt C bezeichnet das Eutektikum. An diesem Punkt befindet sich ausschließlich mit C gesättigter Stahl und somit ein rein perlitisches Gefüge.
 


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