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Begriff Definition
Gewindesicherung1.) Sicherung durch Setzen: Durch federnde Elemente wie: Federringe, Federscheiben, Zahnscheiben, Fächerscheiben oder Spannscheiben als Bestandteil der Schraubenverbindung kann der mögliche Abfall der Vorspannkraft reduziert werden. Die genannten Elemente haben aber nur bei kleinen Vorspannkräften ausreichend großeFederwege. Deshalb ist ein Einsatz < 8.8 sinnvoll. 2.) Sicherung gegen Verlieren durch formschlüssige Elemente: Mechanische Fixierung der Gewindeverbindung durch: Scheibe mit Außenmasse (zum Hochklappen), Kronenmutter, Schraube mit Splint oder Drahtsicherung. Verliersicherungen verhindern das vollständige Auseinanderdrehen, Vorspannkraft kann gegen Null gehen, da die formschlüssigen Elemente erst wirken, wenn sie zur Anlage kommen am Splint, Draht oder Blech. 3.) Sicherung gegen Verlieren durch klemmende Elemente: Sicherungselemente sind: Sechskantmuttern mit Klemmteil (nichtmetallischer Einsatz oder gezielte Verformung der Mutter), wendelförmige Gewindeeinsätze, Schrauben mit Kunststoffbeschichtung im Gewinde. Klemmenden Elemente üben auf die Gewindeflanken zusätzlichen Druck aus. Bei Relativbewegungen stellt sich zwischen innerem Losdrehmoment und Klemmmoment ein Gleichgewicht ein. Dadurch kommt der Losdrehvorgang zum Stillstand. Einsatz je nach Ausführung auch für die höheren Festigkeitsklassen. 4.) Sicherung gegen Losdrehen durch sperrende oder klebende Elemente: Die Losdrehsicherungen halten annähernd die Vorspannkraft durch Sperrverzahnungen an der Auflagefläche oder Schrauben mit mikroverkapseltem Kleber. Die Sperrverzahnung blockiert das innere Losdrehmoment, Einsatz bei den oberen Festigkeitsklassen, aber nicht auf gehärteten Oberflächen. Die klebenden Elemente bewirken im Gewinde einen Formschluß, der Relativbewegungen quer zur Schraubenachse verhindert. Für alle Fertigkeitsklassen geeignet.
 
GewindesteigungDie Schraubenlinie des Gewindes entsteht, wenn sich ein Punkt an einem sich drehenden Zylinder gleichmäßig in axialer Richtung bewegt. Die axiale Verschiebung bei einer Umdrehung ist die Steigung.
 
GewindewalzenSpanlose Herstellung von Außengewinde. Unter Verwendung von flachen oder Rollbacken erfolgt das Formen des Gewindes durch Hindurchrollen des Werkstückes unter starkem Druck.
 
GleitmodulDer Gleit- oder Schubmodul ist ein Wert für das Gleiten im Gefüge eines Metalls nach den Vorgaben des Hookschen Gesetztes. Der Gleitmodul steht in Relation zum Elastizitätsmodul, für Stahl: G = E/(2(1+0,30))
 
GlühenWärmebehandlungen, mit denen man Werkstoffeigenschaften verändern kann. Für Stahl kommen zur Anwendung: Spannungsarmglühen (Innere Spannungen, die beim Abkühlen eines Werkstückes auftreten, werden mit diesem Glühverfahren abgebaut.); Rekristallisationsglühen (Hier wird der Stahl über seine Rekristallisationstemperatur hinaus erwärmt, damit eine Umbildung des Kristallgitters stattfinden kann. Diese Wärmebehandlung kommt vorwiegend nach starker Verformung zum Einsatz); Weichglühen (stellt einen, für die Weiterverarbeitung günstigen, weichen Zustand her. Dabei werden auch Zementitteilchen kugelig eingeformt – „GKZ-Glühen“); Normalglühen (stellt ein gleichmäßiges und feinkörniges Gefüge mit Perlitanteilen ein); Grobkornglühen (dient zur Erziehung eines groben Korns. Hierdurch wird die Spanbarkeit verbessert); Diffusionsglühen (ermöglicht die Beseitigung örtlicher Konzentrationsunterschiede).
 
GrenzmaßeGrenzmaße sind Mindestmaße oder Höchstmaße, zwischen denen die Istmaße entsprechend den statistischen Berechnungen für Eingriffgrenzen liegen müssen.
 


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